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Lesaar - Familienforschung |
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Besondere Ereignisse etc.
1. 1794 - Zerstörung des Hauses von H. Lazaar in Emmerich durch die französische
Bombardierung von 1794. Am 6. und 9. November 1794 wurden verschiedene Häuser in Emmerich durch die französische Bombardierung beschädigt bzw. zerstört. Größtenteils zerstört wurde u.a. das Haus des H. Lazaar auf der Kaßstraße. H. Lazaar erhielt mit Genehmigung des Königs Friedrich Wilhelm II. eine Entschädigung von 10 clevischen Reichsthalern.
Frau Johann Stevens machte am 30. Januar 1865 folgende Anzeige: Sie wohne in der Paterstege im Hause des Wilh. Holzum. Dort wohnten auch die Eheleute Ising. Die Ehefrau Ising, Johanna geb. Lazaar, gieße das schmutzige Wasser aus dem Fenster auf die Straße, wodurch nicht selten Vorübergehende begossen würden. Gestern sei es wieder geschehen, und ihre Kleider seien beschmutzt worden. ... Sie bezeugen, die Sache verhalte sich wirklich so, wobei bemerkt wird, daß die Ising noch vorgestern den vollen Nachttopf auf die Straße ausgeworfen und später den Kot weggeschrubbt habe. Frau Ising erhielt eine Strafe von 2 Talern bzw. einen Tag Gefängnis. Anmerkung des Autoren: Offenbar ist in Emmerich nie bekannt geworden, daß der Rat der Stadt Paris bereits im Jahre 1371 anordnete, daß jeder, der sein Nachtgeschirr auf die Straße entleerte, vorher laut zum Fenster hinausrufen mußte: "Garde l'eau" (Vorsicht Wasser). ... Quelle: Stadtarchiv Emmerich
Aus dem Amtsblättern von Köln des Jahres 1885: Die nachbenannten Personen: Johann Franz Lesaar wanderte nach Holland aus und heiratete 1892 Dorothee Antoinette Elisabeth Laporte.
Aus dem Generalanzeiger Bonn 14.2.1902 Ein schrecklicher Unglücksfall, bei welchem zwei junge Leute ihr Leben einbüßten, trug sich gestern Nachmittag auf dem Rhein bei Oberkassel zu. Ihrer Vier, zwei Poppelsdorfer, ein Bonner und ein junger Mann aus Beuel, mietheten sich gestern Morgen in Beuel einen Nachen und fuhren damit rheinaufwärts bis Oberkassel, wo sie an Land gingen. Gegen 3 Uhr Nachmittags bestiegen sie wieder das Boot, um nach Beuel zurückzufahren. Da einer der jungen Leute aus Uebermuth den nachen fortwährend zum Schwanken brachte, verlangten die beiden Poppelsdorfer an Land gebracht zu werden. Nachdem diese ausgestiegen, fuhren die zwei, ein Bonner Namens Willi Lesaar und ein Beueler Namens Christ. Gassen, weiter. Sie waren kaum 150 Meter weit gefahren, als der Nachen mit der Spitze auf ein Floß auffuhr. Durch den starken Stoß wurden Beide aus dem Nachen geschleudert und geriethen unter das Floß. Die Poppelsdorfer hatten den Vorgang vom Ufer aus beobachtet: Sie sprangen auf das Floß und eilten nach der Stelle, wo die Beiden im Wasser verschwunden waren. Sie konnten ihren Kameraden jedoch keine Hülfe bringen, da diese unter das Floß getrieben waren und nicht mehr zum Vorschein kamen. Bis jetzt sind die Beiden noch nicht aufgefunden worden. Willi Lesaar war der Sohn des Vergolders und Kassenboten Jakob Lesaar und Margaretha Karthaus. Sein Onkel Johann Franz Lesaar wanderte1885 unerlaubt aus (s.o.) Der 1825 in Emmerich geborene Heinrich Lambert Lesaar lebte als Küfermeister in Rheinberg und arbeitete für die Firma Underberg, dem Hersteller des gleichnamigen Kräuterlikörs. Heutzutage liegt ein von Heinrich Lesaar aufgeschriebenes Rezept vor, dass laut Friedrich-Karl Schmitz-Winnenthal, einem Nachkommen des Gründers der Firma Underberg, das Originalrezept der Likörs sein soll. Dieses Rezept wollte Herr Schmitz-Winnenthal 1991 an die heutige Geschäftsführung bzw. seine Verwandten verkaufen. Dies führte zu einem Prozess, da die Firmenleitung der Ansicht war, dass es sich nicht um das Originalrezept handele. Die ganze Geschichte wurde vom Stern in einer Ausgabe von 1991 veröffentlicht und ist hier nachzulesen. Die Redaktion des Stern war so freundlich, die Veröffentlichung zu genehmigen. Hier können Sie sich das Rezept ansehen: Die Kopie hat mir Herr Schmitz-Winnenthal freundlicherweise zur
Verfügung gestellt. Er hat vor, demnächst das Rezept in Ebay zu verkaufen. 6. Das Pferd "Lesaar Jetstream" Es gab ein Gestüt in Südafrika, welches Lesaar hieß. Diesem
Gestüt entstammten u.a. die Pferde Lesaar Jetstream, Lesaar Pampero, Lesaar
Chinook und Lesaar Shamal. Der jeweils zweite Name steht für einen Wind, so ist z.B. Chinook ein warmer Fallwind an der Ostseite der Rocky Mountains. Das Gestüt wurde nicht nach einem bestimmten Namen benannt. Sarah Cullen und ihr Mann Leslie haben einfach ihren beiden Vornamen "verbunden" und ein "a" dazwischen´gesetzt, damit der Name länger ist. Der Roman "Chandris Welt" aus der Perry Rhodan-Planeten-Serie enthält eine Figur, die Lesaar heißt. Geschrieben wurde der Roman 1992 von Susan Schwartz (geb. 1961 als Uschi Zietsch). Die Autorin kann sich nicht mehr erinnern, weshalb sie gerade diesen Namen ausgewählt hat. Ein bestimmter Grund würde wohl nicht dahinter stecken.
8. Der Straßenname "Dr.-Hubert-Lesaar-Straße" In Bedburg-Kirchherten wurde eine Straße nach Dr. Hubert Lesaar benannt.
9. Gebäude unter Denkmalschutz Der Kaufmann Hubert Lesaar (1851-1918) hatte in Rheinberg ein Ladenlokal auf der Orsoyer Straße. Über dem Eingang befindet sich ein Inschriftenfeld "Hubert Lesaar". Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Früher gab es sogenannte Pumpennachbarschaften. Eine Pumpennachbarschaft war eine Gruppe von Einwohnern, die sich u.a. um die Wasserversorgung und den Schutz vor Feuer kümmerte. In der Gemeinschaft konnte dies besser gewährleistet werden. In Rheinberg gab es auch solche Pumpennachbarschaften. Es existiert ein Dokument, in dem sich die Mitglieder der Pumpe der Orsoyer Straße am 16.7.1887 damit einverstanden erklären, dass die Pumpe um 5,90 Meter versetzt wird. Die Unterschriftenliste enthält u.a. die Unterschrift von Heinrich und Hubert Lesaar. Quelle: Historische Pumpennachbarschaften, Andrea Pacovsky, Schriften der Stadt Rheinberg zur Geschichte und Heimatkunde Band 4 Im Besitz der Familie Kühn in Rheinberg befindet sich ein Ölgemälde. Auf dem Bild sind vier Personen zu sehen. Die Mutter von Herrn Kühn erzählte Ihren Kindern, dass auf dem Bild ihr Großvater Lesaar zu sehen sei. Die anderen drei Personen seien dessen Brüder und der "hinkende Bote", der damalige Stadtbote mit Holzbein. Demnach ist rechts der Heinrich Lambert Lesaar zu sehen, der das Underberg-Rezept aufgeschrieben hat (s.o.). Der in Rheinberg lebende Hermann Lesaar, ein Nachkomme des unter 5. genannten Küfermeisters Heinrich Lesaar war nicht nur Maler, sondern züchtete auch Kanarienvögel. Dies ergibt sich aus einer Anzeige im Kreisblatt von 1896. Vielen Dank an Herrn Kühn, der die Anzeige gefunden hat. 13. Eine Prostituierte in Brüssel und Antwerpen Eine um 1865 geborene Lesaar taucht in den Unterlagen der
belgischen Fremdenpolizei auf. Den Dokumenten ist zu entnehmen, dass sie in Köln
unter sittenpolizeilicher Aufsicht stand und sich am 19.2.1887 in Antwerpen als
"femme publique" registrieren ließ. Die belgische Behörde erkundigte sich bei
der Kölner Polizeidirektion über sie und man teilte ihr Folgendes mit: "...
Lesaar hat sich in sittlicher Beziehung hier nicht klaglos geführt, sondern
stand in dem Rufe der freien Liebe zu huldigen ... Später lebte sie in
Brüssel im Bordell Blum. |
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